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Sucht

„Damit kann ich sofort wieder aufhören“

Das Wort „Sucht“ findet in der wissenschaftlichen Literatur heute keine Verwendung mehr. Stattdessen ist von „Missbrauch“ und „Abhängigkeit“ die Rede. Wir möchten den Begriff aber trotzdem weiter benutzen, da er nicht - wie vielfach vermutet - etwas mit Suchen zu tun hat, sondern vom Mittelhochdeutschen „siech = krank sein“ stammt.  Ein alkoholabhängiger Mitarbeiter ist also krank und bedarf entsprechender Behandlung.

Wohl jeder von uns hat die eingangs zitierte, meist mit viel Überzeugung ausgesprochene Behauptung - wenn nicht wörtlich, so doch sinngemäß - im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft oder im beruflichen Umfeld schon einmal gehört. Bezogen auf den Betrieb, ist auch der Begriff „Nasszelle“ von hohem Bekanntheitsgrad - die meisten wissen, dass damit nicht die Dusche gemeint ist, sondern ein Ort, an dem heimlich, weil verboten, während der Arbeitszeit Alkohol konsumiert wird.

Beides belegt, dass im Kollegen- und Mitarbeiterkreis immer noch eher verdrängend bzw. verharmlosend mit einem Problem umgegangen wird, das wegen seiner negativen Begleiterscheinungen und Folgen die Betriebe in hohem Maße belastet. Denn der Weg in die Sucht  führt in den meisten Fällen über einen längeren Zeitraum - beginnend mit dem Konsum einer Droge über deren Missbrauch und die Gewöhnung bis hin zur Abhängigkeit.

Suchtkranke Mitarbeiter gefährden nicht nur sich selber, sondern auch ihre Kollegen, die betrieblichen Einrichtungen sowie die Arbeitsabläufe und -ergebnisse. Nach Feststellungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren (DHS) sind in Deutschland 5% aller Beschäftigten alkoholabhängig, 10% suchtgefährdet.

Es gibt viele Reaktionsweisen, die in Betracht gezogen werden können, wenn die Betriebsleitung mit Suchtproblemen, Abhängigkeit und Drogenmissbrauch konfrontiert wird. Die falscheste ist sicher weg sehen und tot schweigen -  auch wenn das häufig aus falsch verstandenem Mitgefühl und Kollegialität geschieht.

Wir bieten Ihnen bei diesem besonders sensiblen Thema unsere Hilfe an. Schalten Sie, sobald Sie erste Anzeichen bemerken, unsere Experten ein. Sie werden die Betroffenen dabei unterstützen, Wege aus der Sucht zu suchen und auch zu finden.

Unsere Leistungen:

  • Beratung betrieblicher Entscheider
  • Entwicklung eines Präventionsprogramms
  • Seminar: Alkohol und Nikotin am Arbeitsplatz
  • Vortrag: Risiken des Rauchens - Chancen des Nichtrauchens
  • Informationstage "Nichtrauchen" mit Lungenfunktionstest
  • Nichtrauchertraining im Betrieb